Band 1 -- Sturm der Dämonen (Originaltitel: Ill Wind)
Joanne Baldwin ist eine moderne junge Frau mit einer Vorliebe für Designerschuhe und schnelle Autos – und einem ungewöhnlichen Beruf: sie kann das Wetter beeinflussen. Sie ist Mitglied einer geheimen internationalen Organisation, die für den Schutz der Menschheit vor den Elementen zuständig ist. Aber eben diese „Wetterwächter“ sind ihr jetzt auf den Fersen, denn sie steht unter Verdacht, ihren Chef „Bad Bob“, ermordet zu haben.
Der erste der siebenbändigen Reihe von Rachel Caine, einer Mischung aus Science-Fiction-Roadmovie, Agententhriller und der Märchenwelt von 1001 Nacht, entführt uns in eine Welt, in der magisch begabte Wetterwächter mit Hilfe ihrer dienstbaren Flaschengeister, der Dschinns, Tornados zähmen, Erdbeben besänftigen und Wildfeuer eindämmen. Im Gegensatz zu gängigen Fantasyklischees werden hier jedoch keine Zauberstäbe geschwungen oder magische Sprüche gemurmelt, sondern die „Magie“ besteht in einer telepathischen Beeinflussung der Naturgewalten.
Die Wetterwächter sind nicht allmächtig, sondern müssen sich den Gesetzen der Physik unterwerfen. Und auch die Heldin Joanne is sympathisch normal, hält ihre spitze Zunge nur selten im Zaum und muss sich nicht nur mit drohenden Katastrophen, sondern auch mit abgebrochenen Fingernägeln oder leeren Handy-Akkus herumschlagen.
Seltsamerweise hat keiner der üblichen Fantasy/Science-Fiction-Verlage zugegriffen, sondern der Roman erschien in dem auf Horror/Gothic spezialisierten Festa Verlag. Das mag daran liegen, dass Rachel Caine auch eine Vampirserie geschrieben hat, deren erster Band allerdings im Januar 2009 bei Arena erscheint.